Schöppenstedter Turm

Der Schöppenstedter Turm war einer der sieben Landwehrtürme der Braunschweiger Landwehr. Das heute erhaltene Fachwerkgebäude ließ die Stadt Braunschweig nach mehrfacher Zerstörung der Vorgängerbauten 1664 errichten.

Nach Auflösung der Landwehr diente das Gebäude als Wirtshaus und Zollstation. Bis in die 70 er Jahre wurde das Gebäude als Gaststätte genutzt, seitdem stand es überwiegend leer.

2023 wurde der Schöppenstedter Turm und die zum Ensemble gehörende Scheune von Kai Sölter gekauft, der mit seiner Stiftung das alte Gasthaus wiederbeleben möchte.

Unser Büro wurde mit der Objektplanung, der Tragwerksplanung und der Brandschutzkonzeption beauftragt. Im Rahmen der Arbeiten haben wir bereits eine umfassende Bestandsaufnahme durchgeführt und ein Holzschutzgutachten erstellt.

Außerdem haben wir eine dendrochronologische Untersuchung des Hauptgebäudes und der Scheune durchgeführt, um das Baujahr zu bestätigen und den Denkmalwert der Scheune zu belegen.

Die besondere Herausforderung bei diesem Objekt liegt darin, die heutigen Anforderungen aus Statik, Brandschutz, energetischen Vorgaben, Arbeitsstättenrecht und Denkmalschutz sowie die Anforderungen einer modernen Gastronomie an z.B. Raumbedarf, Gestaltung von Arbeitsprozessen und Lüftung unter einem historischen Dach zu vereinen.

Hierfür entsteht im Süden ein Anbau, der die Funktionsbereiche der Gaststätte sowie ein zweites Treppenhaus aufnimmt. Außerdem wird der abgängige Treppenturm durch einen etwas größeren Treppenturm ersetzt, in dem auch der Haupteingang von der Seite des Biergartens seinen Platz findet. Zur barrierefreien Erschließung wird außerdem ein Aufzug im Anbau angeordnet.

Die Gasträume befinden sich ausschließlich im historischen Kern des Gebäudes und machen so den Charme der historischen Gaststätte wieder erlebbar.

 

 

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